Sprüche: Eltern

 1, 8-9
 4, 1 ff.
 10, 1
 13, 1
 13, 24
 15, 5
 15, 20
 19, 18
 19, 26
 20,20
 23, 13-14
 23, 22 ff.
 28, 24
 29, 15
 29, 17
 30,17


 
Es fällt wohl auf, daß nahezu alle Sprüche lediglich die Eltern auffordern ihre Kinder zu züchtigen. Allerdings sind sämtliche Sprüche, von Anfang an, an "mein Sohn" oder "meine Söhne" gerichtet. Also könnte man schließen, daß alle Sprüche die Weisheit sind, die ein Vater an seine Söhne weitergeben möchte. Wahrscheinlich war es auch so. Vielleicht sollten die Töchter unter Euch sich trösten: nicht nur sind fast alle Sprüche an die Söhne gerichtet, sondern auch sämtliche Züchtigungsaufforderungen auf Jungen bezogen... entweder haben Frauen schon früh eine Vernünftigkeit an sich, die Jungen erst hineingeprügelt bekommen müssen, oder Frauen dürfen Freiheit haben, die Männer nicht haben können. 

Leider sagt uns der Prediger zu diesem Thema im Prinzip nichts, allerdings, auch hier sind alle Aussagen an einen Sohn gerichtet, so daß der Prediger als solches sehr wohl eine Stellungnahme zum Thema Eltern trifft. 

Abschließend zum Thema Eltern wäre sicher noch zu nennen, was uns die 10 Gebote dazu sagen, nämlich die Eltern zu ehren. Sie zu ehren beinhaltet Respekt für deren Leistung, uns auf den rechten Weg zu bringen, ich glaube, letztlich wünschen sich alle Eltern, ihren Kindern das beste mit auf den Weg zu geben. Erst mit gehörigem Abstand kann man das auch anerkennen, oder eben halt, wenn man das Wort sich zu Herzen nimmt. Ein gehöriger Abstand zu der Kindheit ist notwendig, um zu erkennen, was Eltern ihren Kindern mitgeben wollten und was uns eigentlich zu Dank verpflichtete. Das kann die Eltern zu ehren bedeuten. Allerdings bedeutet seine Eltern zu ehren nicht, sie zu lieben!

Wer also Probleme hat mit der Liebe zu seinen Eltern, der tröste sich. 

Als Gedanke dazu fällt mir noch die bekannte Stelle ein, wo Maria, die Mutter Jesu, versuchte, ihn zu sich zu bewegen. Er sagte dazu: "Meine Mutter und meine Brüdern sind die, welche das Wort Gottes hören und tun." Lk. 8, 21b - Oder: "...es werden entzweit sein Vater mit Sohn und Sohn mit Vater, Mutter mit der Tochter und Tochter mit der Mutter,..." Lk. 12, 53; parallel dazu: "Und es wird der Bruder den Bruder zum Tod überliefern und er Vater das Kind; und Kinder werden sich gegen Eltern erheben und sie zu Tode bringen. Und ihr werdet gehaßt werden um meines Namens willen; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden." Mk. 13, 12 - 13

Das sagt nichts zu lieben, aber auch nichts zu ehren. Allerdings kann es stark sein lassen. 

Das wünsche ich uns. Stark zu sein im Glauben und in der Vollmacht, Jesus als unseren Herrn und Heiland, als unseren Retter, zu dienen, zu loben und zu preisen - gerade auch in der Welt!

Was nutzt es, wenn ich meinen Glaubensgeschwistern erzähle, wie toll Jesus oder der Heilige Geist wirkt bei mir - sie sollten es doch auch wissen aus eigener Erfahrung. Nein, die Welt soll wissen, was sie versäumt! 

Get into it.

rotto

21.03.96


© R. Otto Heydorn, 1996-2001