Passahmahl

Wir haben letzten vier Jahre jeweils das Passah auf einer jüdischen Haggada (Nacherzählung) basierend gefeiert. In der Vorbereitung auf das Passahmahl dieses Jahr kam es uns als sinnvoll vor, eine weitere zu Hilfe zu nehmen. Es gibt etwa 1.000 verschiedene Versionen, wir haben nun eine hinzu genommen, die auch heute in den messianischen Gemeinden Israels verwendet wird, die jesuszentriert abläuft. Der alte, uns bekannte und gewohnte Text wurde in einigen Punkte lediglich ergänzt. Die bekannte Einleitung zum Mahl findet Ihr jetzt am Ende.

Durchführung

Die Feier des Passahmahles

Händewaschung

Am Eingang des Saales wäscht der Hausvater allen Teilnehmern die Hände. Die Teilnehmer gehen dann an ihre Plätze und warten schweigend hinter ihren Stühlen, bis alle anwesend sind.

 

Der Hausvater heißt die Gäste willkommen:

 

Hausvater 1:

Wir feiern heute das Passahmahl, um so die Feier des Abendmahles Jesu tiefer zu erfassen. Wir werden uns damit unserer Glaubenswurzeln bewusst:

 

·       Glaube an den Schöpfergott

·       Leben nach den Geboten

·       Praxis der Gottesverehrung (z. B. des Psalmengebetes)

·        Herkunft Jesu Christi, in dem die Verheißungen des Volkes Israel in Erfüllung gegangen sind.

 

            Erklärung zur Händewaschung und zum Entzünden des Lichtes:

 

·       Händewaschung: alles Alte ablegen, abstreifen, sich reinigen, Altes hinter sich lassen und offen werden für Neues.

·       Entzünden des siebenarmigen Leuchters und der anderen Kerzen: Das Entzünden der Menora deutet auf die Fülle des Lichtes hin, auf Gott, und ist auch eine Bitte um seine Anwesenheit.

 

Hausvater 1:

Gepriesen bist du, Herr unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du uns auserwählt hast durch deine Gebote und uns den Auftrag gabst, das Festlicht zu entzünden.

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du unser Leben erhältst und uns Hilfe schenkst und uns diesen Tag sehen lässt.

Mach unser Haus, o Gott, zu einem heiligen Raum durch das Licht deines Angesichts, das uns so freundlich scheint und das uns Frieden bringt.

Alle:

Amen.

 

Alle setzen sich.

Kiddush, der Lobpreis des Festes

 

Hausvater 2

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du uns auserwählt hast unter allen Völkern, der du uns über alle Zungen erhoben hast, der du uns geheiligt hast durch deine Gebote. In Liebe hast du uns gegeben, Gott, Jahreszeiten der Freude, Tage der Ruhe und Zeiten der Fröhlichkeit, diesen Festtag der ungesäuerten Brote, den Tag unserer Freiheit, einen heiligen Tag vor allen anderen Tagen, eine Erinnerung an den Auszug. Denn du, du hast uns auserwählt und uns geheiligt mehr als alle anderen Völker, du hast uns deine heiligen Zeiten zum Erbe gegeben. Gepriesen bist du, Herr, der du Israel und die Feste geheiligt hast.

 

Jetzt wird der erste Becher Wein eingeschenkt. Alle nehmen das Weinglas in die rechte Hand.

 

Hausvater 1

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Weltalls, denn du hast die Frucht des Weinstockes geschaffen.

 

Alle trinken den ersten Becher.

 

Lied: Herr, wohin sonst

Herr, wohin sonst
sollten wir gehen?
Wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann uns soviel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück

Aus deinem Mund höre ich das schönste Liebeslied
an deinem Ohr darf ich sagen, was die Seele fühlt
an deiner Hand kann ich fallen, und du hältst mich fest
an deinem Tisch wird mein Hunger gestillt

Herr, wohin sonst
sollten wir gehen
wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch
kann uns so viel geben wie du
du führst uns zum Leben zurück
nur du
nur du schenkst uns Lebensglück

Händewaschung (optional)

Der Hausvater 1 geht herum und wäscht jedem die Hände, die Frau des Hauses unterstützt ihn dabei. Ist er ungefähr bis zur Mitte des Tisches gekommen, betet er:

 

 

Hausvater 1:

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du uns geheiligt hast durch deine Gebote und uns den Auftrag gabst, unsere Hände zu waschen zum Zeichen der inneren Reinheit.

 

Wenn der Hausvater sich wieder hingesetzt hat, tauchen alle etwas von dem grünen Kraut in ein Schüsselchen mit Salzwasser und sagen, während sie das Kraut zwischen Daumen und Zeigefinger halten:

Alle:

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du die

Früchte der Erde geschaffen hast.

 

Nun wird das grüne Kraut gegessen. Danach werden drei in Tücher gewickelte Matzen hereingebracht, der Hausvater 2 nimmt das oberste Stück und sagt:

 

Hausvater 2

Seht, dies ist das Brot der Tränen, das unsere Väter im Lande Ägypten gegessen

haben. Lasst alle, die Hunger haben, zum Essen kommen. Lasst alle, die Not leiden, kommen und mit uns Ostermahl halten. Gott erlöse uns von allem Übel und von aller Knechtschaft.

 

Lied: Du bist mein Zufluchtsort

Du bist mein Zufluchtsort
ich berge mich in Deiner Hand
denn Du schützt mich, Herr.
Wann immer mich Angst befällt,
traue ich auf Dich:
ja, ich trau auf Dich
und ich sage:
Ich bin stark in der Kraft meines Herrn ...

Die Haggada, der Bericht vom Auszug

Der zweite Becher wird gefüllt.

 

Erklärung: Der zweite Becher wird noch nicht getrunken; er ist der Dankbecher des Wartens.Erst muss man etwas durchgehen, durchstehen, überwinden, bis man zum Dank gelangt. Ein Problem lässt sich nicht "hinunterspülen". Gehen wir den Bericht vom Auszug mit dem Volk Israel mit, gelangen wir in der Geduld des Glaubens zum Dank Der Jüngste am Tisch stellt die traditionellen Fragen;:

 

Jüngste/r

Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte?

Warum essen wir dieses ungesäuerte Brot?

Warum essen wir bittere Kräuter?

Warum feiern wir heute Abend dieses Passah-Fest?

 

Die Geschichte vom Auszug (Ex 12, 1 - 42; 14,5 - 15,21) wird vorgelesen oder nacherzählt:

 

Hausvater 2

Hören wir die Haggada, die Geschichte des Auszuges.

 

Die Syrer verfolgten unsere Väter, die nach Ägypten zogen und dort blieben. Sie waren noch klein an Zahl, doch sie wuchsen heran zu einem starken und zahlreichen Volk. Doch die Ägypter begannen, unser Volk zu unterdrücken, und legten ihm die schwersten Lasten auf.

 

Da riefen unsere Väter, die Kinder Israels, zum Herrn, dem Gott unserer Väter, der uns hörte und nieder sah auf unsere Unterdrückung und mühsame Arbeit. Und wenn der Heilige - gepriesen sei sein Name - unsere Väter nicht aus Ägypten herausgeführt hätte, vielleicht wären wir noch immer Sklaven. Es war in der ersten Nacht nach dem Neumond, und Gott schlug Ägypten mit einer undurchdringlichen Finsternis, und sein Todesengel ging von Tür zu Tür, um alle Erstgeborenen zu schlagen, so dass ein großes Wehklagen sich erhob im Land des Nils.

 

Überall aber, wo das Blut an die Türpfosten und auf die Schwellen gestrichen war, da ging der Engel Gottes schonend vorbei, und so wurden unsere Väter gerettet.

Alle

Und genau so wie die Israeliten das Blut der Passahlämmer im Glauben an die Türpfosten strichen, so muss auch das Blut des Messias an unsere Herzenstüren gestrichen werden.

Hausvater 2

Durch diesen Glauben darf jeder Knecht aus einer noch größeren Gebundenheit als die der Knechtschaft aus Ägypten erlöst werden.

Alle

Ja, durch den Glauben an Jesus Christus werden wir erlöst.

Hausvater 2

Sie schliefen in jener Nacht nicht, sondern aßen in großer Eile mit geschürzten Kleidern und dem Reisestab in der Hand das erste Ostermahl, das Opfer der Erstlingsfrüchte zusammen mit dem ungesäuerten Brot. Das Brot konnte nämlich wegen der Eile nicht aufgehen und zusammen mit dem bitteren Kraut war es ein Zeichen für das Elend unseres Lebens.

 

Mitten in der Nacht zogen unsere Väter dann unter Moses' Führung und unter dem Schutz einer leuchtenden himmlischen Wolke heraus aus dem Sklavenhaus Ägyptens. Darin war der Herr uns ganz nahe. So kamen die Kinder Israels an das Rote Meer. Ängstlich schauten sie sich um, denn schon hatte es Pharao leid getan, dass er unsere Väter hatte ziehen lassen, und er verfolgte uns.

 

Doch Moses befahl den Wassern auseinanderzugehen, und trockenen Fußes zogen die Kinder Israels durch das Rote Meer, aber der Pharao fand mit den Seinen den Tod in der Gewalt der zurückfließenden Wasser.

 

So befreite der Herr, unser Gott, unsere Väter durch die Hand des Moses aus dem Sklavenhaus Ägyptens und führte sie durch die Wüste von Sinai in das Land, das er mit einem Eid versprochen hatte Abraham, Isaak und Jakob. Und das alles ist geschehen um unseretwillen. Und wären wir auch alle voller Weisheit und Verständnis, alt an Jahren und tief verwurzelt in den Traditionen und Gebräuchen, so müssten wir dennoch jedes Jahr diese Geschichte des Auszugs, unseres Auszugs, erzählen.

 

 

 

Lieder: Groß und wunderbar

Groß und wunderbar sind all' deine Werke,

o Herr Gott, allmächtiger Schöpfer.

Gerecht und wahr sind alle deine Wege,

König der Völker bist Du.

Wer sollte dich nicht fürchten und deinen

Namen preisen? Du allein Herr bist heilig,

Du nur allein.

 

   Ref.:

   Alle Völker werden Dich anbeten, Herr,

   denn Deine Herrlichkeit wird offenbart sein.

   Halleluja! Halleluja! Halleluja! Amen.

   Lei lei lei lei lei, lei lei lei lei lei lei,

   lei lei lei lei lei, lei lei lei lei lei lei,

   lei lei lei lei lei, lei lei lei lei lei lei,

   lei lei lei lei lei lei lei lei lei lei.

 

Ich trau auf Dich

 

Ich trau auf dich, o Herr.

Ich sage: Du bist mein Gott. In deiner Hand

steht meine Zeit, in deiner Hand steht meine Zeit.

Gelobet sei der Herr, denn er hat wunderbar seine Liebe mir

erwiesen und Güte mir gezeigt.

 

 

 

Das Osterlamm wird hereingebracht.

 

 

 

Mit der Feier des Passahmahles erinnern sich die Juden an die große Bewährung ihres Glaubens, an die für sie immer wiederkehrende Frage: "Ist der Herr bei uns oder nicht?". Für uns ist es anders: Wir lesen in Joh. 1, 29: Am nächsten Tag kam Jesus an den Jordan. Da rief Johannes: „Seht, das ist Gottes Opferlamm, dass die Sünden aller Menschen hinwegtragen wird.“ Damit wird erfüllt, was bei Jesaja 53, 1-12 steht. Hier als Ausschnitt Verse 6-8: Wir alle irrten umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Der Herr aber lud alle unsere Schuld auf ihn.  Er wurde misshandelt, aber er duldete es ohne ein Wort. Er war stumm wie ein Lamm, das man zur Schlachtung führt. Und wie ein Schaf, das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles widerspruchslos ertragen. Man hörte von ihm keine Klage. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und grausam hingerichtet. Niemand glaubte, dass er noch eine Zukunft haben würde. Man hat sein Leben auf dieser Erde ausgelöscht. Wegen der Sünden meines Volkes wurde er zu Tode gequält!

 

 Jesus ist für uns die Antwort geworden: Gott, der bei uns ist.

 

 

 

 

Alle

Was bedeutet Passah?

Hausvater 1

Passah bedeutet Osterlamm, das Osterlamm, das geschlachtet wurde und dem Herrn dargebracht, um der Nacht zu gedenken, in der der Heilige - gepriesen sei sein Name – an den Häusern unserer Väter in Ägypten vorbeiging, wie geschrieben steht: "Wenn deine Kinder fragen: Was bedeutet das, sollst du ihnen sagen: Dies ist das Osteropfer Jahwes, der an den Häusern der Kinder Israels in Ägypten gnädig vorbeiging und unsere Familien schonte, als er die Ägypter schlug." (Ex 12, 26 – 27)

Alle

Was bedeutet die Matze?

Hausvater 2

Dies ist das Brot der Tränen, das unsere Väter mitnahmen aus Ägypten, wie geschrieben steht: Vom Teig, den sie aus Ägypten mitgenommen hatten, mussten sie ungesäuerte Brote backen: denn sie hatten keinen gesäuerten Teig, weil die Ägypter sie verjagt hatten, ohne ihnen Zeit zu lassen, Nahrung für die Reise vorzubereiten."(Ex 12,39}

Alle

Was bedeuten die bitteren Kräuter?

Hausvater 1

Wir essen Bitterkraut, um daran zu denken, dass die Ägypter das Leben unserer Väter bitter machten, wie geschrieben steht: So machten die Ägypter die Kinder Israels mit Gewalt zu ihren Sklaven; sie machten ihr Leben bitter durch Schwerarbeit in Lehm und Ziegeln und allerlei Feldarbeit: Sklavenarbeit, wozu man sie mit Gewalt zwang."(Ex 1,13-14)

 

Hallel oder Dankgebet für die Befreiung aus Ägypten

 

Alle nehmen nun den gefüllten Weinbecher in die Hand.

 

Hausvater 2

Ein jedermann aus jedem Geschlecht muss sich betrachten, als wäre er persönlich aus Ägypten gezogen: "Und an diesem Tage musst du deinem Sohn erzählen: Dies geschieht um dessentwillen, was der Herr für mich getan hat, als ich aus Ägypten zog."Darum müssen wir ihm, der all diese Wunder für uns und unsere Väter getan hat, danken und ihn preisen, loben und verherrlichen. Er hat uns aus der Sklaverei zur Freiheit geführt, aus dem Elend in die Freude, aus dem Schmerz zu diesem Tag, aus der Finsternis in helles Licht und aus der Unterwerfung zur Erlösung. Darum lasst uns vor ihm ein neues Lied singen:

 

Während des Gesangs des Hallel setzt man den Weinbecher wieder ab.

 

Lied: Die Herrlichkeit des Herrn

Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich!
Der Herr freue sich seiner Werke!
Ich will singen dem Herrn mein Leben lang;
ich will loben meinen Gott, solang ich bin!

 

Der Becher wird ausgetrunken.

 

Feierliche Segnung der Speisen

 

Hausvater 1

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du uns befreit und unsere Väter aus Ägypten geführt hast, der du uns leben ließest bis zu diesem Abend, um das ungesäuerte Brot und die bitteren Kräuter zu essen. Herr, unser Gott und Gott unserer Väter, lass uns auch leben für andere Feste und Tage, dein Wille geschehe durch Jakob, deinen auserwählten Diener, damit dein Name geheiligt werde auf der ganzen Erde und alle Völker eins gesinnt dir dienen. Mit Lobliedern wollen wir dich besingen für unsre Rettung und für die Befreiung unseres Lebens. Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du die Erde das Brot hervorbringen lässt.

 

An dieser Stelle erinnern wir uns an Jesus, der für uns Brot sein will, das uns nährt und trägt. Matze ist das einfachste und doch wichtigste, was uns ernährt. Wir erinnern uns an Jesus der an dieser Stelle das Abendmahlseinsetzungswort gesprochen hat.

 

                        Kurze Pause, Stille

 

Jetzt wird die Matze in kleine Stücke gebrochen und allen, die am Tisch sitzen, ausgeteilt; mit dem Stück Matze in der Hand sagen alle:

 

Alle

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du uns geheiligt hast durch deine Gebote und uns den Auftrag gabst, von dem ungesäuerten Brote zu essen.

Hausvater 2

Lasst uns das ungesäuerte Brot mit Bitterkraut zusammenfügen und das als eine Speise essen, wie geschrieben steht: "Ungesäuertes Brot und bittere Kräuter wollen wir essen."

 

Alle tun etwas Bitterkraut und Charoseth zwischen die Matze, halten die Matze so in der rechten Hand und sagen:

 

Alle

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du uns geheiligt hast durch deine Gebote und uns den Auftrag gabst, bittere Kräuter zu essen.

 

Alle essen die Matze mit Charoseth und Bitterkraut.

Essen des Osterlammes

 

Hierauf schneidet der Hausvater das Osterlamm an und teilt es mit Unterstützung der Frau des Hauses allen Anwesenden aus. Jeder isst dann das Osterlamm zusammen mit Matze und Charoseth nach Belieben.

 

Der Becher der Segnung

 

Nach dem Essen des Osterlammes wird die letzte Matze gebrochen und verteilt. Der dritte Becher Wein wird eingeschenkt.

 

→ Nur ein Becher, da dieser weitergereicht werden wird.

Segensbecher

 

Dieser gemeinsame Becher drückt die Verbundenheit untereinander und mit Gott aus. Wir erinnern uns an das Abendmahlswort Jesu über den Kelch, da er uns die tiefste Verbundenheit schenkt. Er gibt uns sein Innerstes in unser Innerstes.

 

Hausvater 2

Lesung: Lukas 22, 19 und Matthäus 26, 27-28

Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.

Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.

 

Jeder nimmt dann das Stück Matze in die linke, den Weinbecher in die rechte Hand.

 

Hausvater 1

Gepriesen sei der Herr.

Alle

Der Name des Herrn sei gepriesen jetzt und in alle Ewigkeit.

Hausvater 1

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du die Welt ernährst mit deiner Güte, mit Gnade, barmherziger Liebe und Erbarmen. Er gibt Brot allem Fleisch, denn ewig währt sein Erbarmen. Und in seiner großen Güte hat es uns nie an Nahrung gemangelt und wird es uns nie an Nahrung mangelt um seines Namens willen. Denn er ist Gott, der alles ernährt und versorgt, der Gutes tut für alle und Nahrung gibt allen, die er geschaffen hat.

Alle

Gepriesen bist du, Herr, der du alle Geschöpfe ernährst. Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, König des Himmels und der Erde, der du die Frucht des Weinstock geschaffen hast.

 

Danach essen alle die Matze und trinken den dritten Becher. Dieser Becher wird von einem zum anderen gegeben.

Hallel oder Dankgebet

Der Hallel ist festgelegt als die Psalmen 113 – 118 und 136, auch Jesus wird mit seinen Jüngern alle gesungen haben. Wir rezitieren die Psalmen 113, 117, 136 abwechselnd je ein Vers Männer und Frauen.

 

Psalm 113

 

1 Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk,


2 da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Königreich.


3 Das Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich zurück.


4 Die Berge hüpften wie die Lämmer, die Hügel wie die jungen Schafe.


5 Was war mit dir, du Meer, dass du flohest, und mit dir, Jordan, dass du dich zurückwandtest?


6 Ihr Berge, dass ihr hüpftet wie die Lämmer, ihr Hügel, wie die jungen Schafe?


7 Vor dem Herrn erbebe, du Erde, vor dem Gott Jakobs,

8 der den Felsen wandelte in einen See und die Steine in Wasserquellen!



 

Psalm 117

 

1 Lobet den HERRN, alle Heiden! Preiset ihn, alle Völker!


2 Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. Halleluja!


 

Psalm 136

 

1 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich.


2 Danket dem Gott aller Götter, denn seine Güte währet ewiglich.


3 Danket dem Herrn aller Herren, denn seine Güte währet ewiglich.


4 Der allein große Wunder tut, denn seine Güte währet ewiglich.


5 Der die Himmel mit Weisheit gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich.


6 Der die Erde über den Wassern ausgebreitet hat, denn seine Güte währet ewiglich.


7 Der große Lichter gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich:


8 die Sonne, den Tag zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich;


9 den Mond und die Sterne, die Nacht zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich.


10 Der die Erstgeborenen schlug in Ägypten, denn seine Güte währet ewiglich;


11 und führte Israel von dort heraus, denn seine Güte währet ewiglich;


12 mit starker Hand und ausgerecktem Arm, denn seine Güte währet ewiglich.


13 Der das Schilfmeer teilte in zwei Teile, denn seine Güte währet ewiglich;


14 und ließ Israel mitten hindurchgehen, denn seine Güte währet ewiglich;


15 der den Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stieß, denn seine Güte währet ewiglich.


16 Der sein Volk führte durch die Wüste, denn seine Güte währet ewiglich.


17 Der große Könige schlug, denn seine Güte währet ewiglich;


18 und brachte mächtige Könige um, denn seine Güte währet ewiglich;


19 Sihon, den König der Amoriter, denn seine Güte währet ewiglich;


20 und Og, den König von Baschan, denn seine Güte währet ewiglich;


21 und gab ihr Land zum Erbe, denn seine Güte währet ewiglich;


22 zum Erbe seinem Knecht Israel, denn seine Güte währet ewiglich.


23 Der an uns dachte, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich;


24 und uns erlöste von unsern Feinden, denn seine Güte währet ewiglich.


25 Der Speise gibt allem Fleisch, denn seine Güte währet ewiglich.


26 Danket dem Gott des Himmels, denn seine Güte währet ewiglich.



Lieder: Dir gebührt die Ehre

Dir gebührt die Ehre und Anbetung

Wir erheben unsere Hände

Wir erheben deinen Nam’ (2x)

Denn du bist gross

Du tust grosse Wunder, gross

Niemand anders ist wie du

Niemand anders ist wie du

Denn du bist gross

Lobe den Herrn meine Seele

Lobe den Herrn, meine Seele, meine Seele lobe den Herrn.

Lobe den Herrn, meine Seele, alles in mir lobe den Herrn.

Und vergiss nicht was er dir Gutes getan hat.

Der dir all deine Schuld vergibt,

der dich trotz deinen Fehlern liebt,

der alle deine Krankheit heilt,

der alle deine Schmerzen teilt.

 

Der dich errettet vor dem Tod,

und der dir beisteht in der Not,

der dich mit Huld und Gnade krönt,

der dich mit seiner Gunst verwöhnt.

 

Er macht Dein Leben wieder neu

und wie ein Adler fliegst Du frei.

 

Lobe den Herrn, meine Seele, meine Seele lobe den Herrn.

Lobe den Herrn, meine Seele, alles in mir lobe den Herrn.

Und vergiss nicht was er dir Gutes getan hat.

 

Er handelt nicht nach unserer Schuld,

denn er ist gnädig, hat Geduld.

Wir, die ihn fürchten, sind gewiss,

dass er uns kennt und nicht vergisst.

 

Er macht Dein Leben wieder neu

und wie ein Adler fliegst Du frei.

 

Lobe den Herrn, meine Seele, meine Seele lobe den Herrn.

Lobe den Herrn, meine Seele, alles in mir lobe den Herrn.

 

Lobe den Herrn, meine Seele, meine Seele lobe den Herrn.

Lobe den Herrn, meine Seele, alles in mir lobe den Herrn.

 

Und vergiss nicht was er dir Gutes getan hat.

Letzter Segen

 

Der vierte Becher wird gefüllt.

 

Dieser letzte Becher wird: "Becher des Melchisedek" genannt, der Becher vor dem Segen (heutige Juden sagen „Becher des Elia“ und trinken den Becher nicht). Er drückt aus: Gott möge unser Opfer gefallen, wie er auch das Opfer des Melchisedek angenommen hat. Dieser Geschmack soll der letzte dieses Mahles sein, er soll uns begleiten, mitgehen, ein Jahr lang wieder tragen. Er erinnert so an die Nähe Gottes, die uns wieder ein Jahr lang tragen soll. Das ist auch die Frucht des Segens, die Nähe Gottes

 

Mit dem Becher in der Hand sagen alle:

 

Alle

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, der du die Frucht des Weinstocks geschaffen hast.

 

Man trinkt jetzt den vierten Becher.

 

Hausvater 1

Der Herr segne euch und bewahre euch; der Herr lasse leuchten sein Angesicht über euch und sei euch gnädig, er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.

Alle

Amen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dresscode: festlich

 

Materialliste Passahfeier:

 

·       Waschschüssel

·       Krug mit Wasser

·       zwei Handtücher

·       siebenarmiger Leuchter mit Kerzen

·       Schälchen mit Salzwasser

·       Schälchen mit grünem Kraut

·       Schälchen mit Bitterkräutern

·       Schälchen mit Fruchtmus

·       Kleine Teller für alle Teilnehmer

·       Teller mit Matzen

·       Servietten zum Abdecken und für jeden Teilnehmer

·       Weingläser für jeden

·       weiße Tischdecken (eine für den Festtisch, eine für den Tisch des Zeremoniars)

·       Kerzen/Kerzengläser/Teelichte

·       zwei Karaffen, eine mit Wein und eine mit Wasser gefüllt

·       Streichhölzer oder Feuerzeug

·       Tücher zum Abdecken der drei Matzen

·       Teller

·       evtl. feuchte Tücher und Mülleimer

·       Bibeln

·       Texte (Haggada) für alle zum Mitlesen/Lieder/Psalmen

·       Noten

·       Gitarre(n)

 

 

Personen/Rollenverteilung:

 

·       Barde

·       Jüngste/r

·       Hausvater 1

·       Hausvater 2

·       Zeremoniar

 

Hausvater 1, Hausvater 2 und Zeremoniar sollten den Text/Ablauf vorher kennen.

 

 

 

Bisheriger Text der....

Einführung

Für das Verständnis der Eucharistiefeier ist es sehr nützlich, wenn man weiß, wie eine jüdische Ostermahlzeit oder ein religiöses Freundschaftsmahl ausgesehen hat, denn in diesem Rahmen hat Jesus die Eucharistie eingesetzt. Dabei ist es unwichtig, ob das letzte Abendmahl Jesu ein Passahmahl war oder nicht.

 

Die Evangelien berichten eigentlich nur von dem, was daran neu war und über den Rahmen des Passahmahls hinausging. Zur Zeit Jesu unterschied sich ein jüdisches Gast- oder Festmahl zudem wenig vom Passahmahl - abgesehen vom Passahlamm. Dem Passahmahl und der Eucharistiefeier gemeinsam ist das dankbare Erzählen dessen, was uns von Gott her Gutes widerfahren ist - die Erinnerung an Gottes Heilstaten in der Vergangenheit gibt Hoffnung beim Aufbruch in eine befreite Zukunft mit Gott.

 

In der Zeit nach der Sesshaftwerdung in Kanaan hat sich der Passah-Opferbrauch (ein Frühlingsfest wandernder Hirten, mit Schlachten der Erstlinge der Herde, Besprengung der Eingänge der Behausungen mit deren Blut, um Unheil abzuwehren) mit der Festwoche der ungesäuerten Brote (einem alten bäuerlichen Frühlingsfest) verbunden. Am Passah-Fest erinnert sich das Volk Israel an seine wunderbare Befreiung aus Ägypten. Darum wird die Passah-Feier in Ex 12,14 ein "feierliches Gedächtnis" genannt. Darunter versteht die Bibel nicht nur ein Erinnern an ein Ereignis in der Vergangenheit, sondern die Feiernden werden miteinbezogen in das heilsgeschichtliche Ereignis, das geheimnisvoll Gegenwart wird; vgl. Ex 13,3 f.

 

"Gedenket dieses Tages, an dem ihr aus Ägypten, dem Sklavenhaus, fortgezogen seid, denn mit starker Hand hat euch Jahwe von dort herausgeführt. Heute seid ihr ausgezogen! "

 

Von der Passahfeier lassen sich leicht Linien verlängern zur Feier von Jesu Tod und Auferstehung. Wie das Blut, das, an den Türpfosten gestrichen, Gottes "schonenden Vorübergang" bewirkt, so erst recht die „Besprengung mit Jesu Christi Blut" (l Petrus. 1,2). Das Passahlamm, das in einem Kultmahl von der Familie verzehrt wurde, macht die Teilnehmer zu Tischgenossen Gottes. Es ist Vorbild für das Osterlamın des Neuen Bundes (vgl. l Kor 5,7), Jesus Christus.

 

Die Jerusalemer Urgemeinde feierte selbstverständlich das Passah-Fest mit den Juden mit, sogar die Gemeinde von Philippi, die vorwiegend aus Heiden-Christen bestand (Apg 29,6). Das, was die Juden im Passahmahl erinnern und ersehnen, hat sich für die Christen erfüllt; Jesus ist das „Lamm Gottes" (Vgl. Hiob l, 29.36). Christus ist „unser Passahlamm" (l. Kor 5,7). Für die Juden musste nach der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 n. Chr. die Schlachtung der Lämmer im Tempel wegfallen. Sie feiern das Passahmahl bis heute mit kleinen Abänderungen in ihren Familien am Abend des 14. Nisan (Vollmond nach der Tag- und Nacht-Gleiche im Frühjahr; unser Ostertermin ist der Sonntag nach dem Frühlingsvollmond).

 

Zur Symbolik im einzelnen

 

Die Händewaschung geschieht weniger aus praktischen Gründen, mehr aus Ehrfurcht und Ausdruck des inneren Reinigungswillens. Die Händewaschung muss natürlich nicht zweimal (am Eingang und nach dem Kiddusch) vollzogen werden, man kann sie auf eine reduzieren. Wie das Feuer wurde auch das Licht als lebenspendendes Geschenk Gottes erfahren. Im Neuen Testament wird Christus als das "wahre Licht" bezeichnet. Für das Mahl sollte nach Möglichkeit ein siebenarmiger Leuchter (Menora) zur Verfügung stehen. Die Teilnehmer sollten auf die ihnen sicher ungewohnte Sprache vorbereitet werden. Das Passahmahl ist ein rituelles Mahl, kein geselliges Essen. Musik und Gesang sollten auf keinen Fall fehlen. Vieles kann so besser ausgedrückt werden als mit Worten.

 

Das Mahl bedeutet mehr als Sättigung, mehr als der Verzehr von Speise und Trank zur Stillung von Hunger und Durst. Zum Mahl gehört das Zusammensitzen, das gegenseitige Vertrauen, der "Bund". Das Mahl ist Kommunikation nicht nur mit den Tischgenossen, sondern auch mit Gott, ist Begegnung mit deinem Lebensursprung. Das Mahl spielt in den Begegnungsgeschichten mit Jesus, in seinen Gleichnissen, deshalb eine außerordentliche Rolle.

 

Auch die einzelnen Speisen und ihre Zutaten haben jeweils symbolische Bedeutung:

 

·       Salzwasser: Symbol der Tränen, die in Ägypten geweint wurden.

 

·       Grünes Kraut: Die Früchte der Erde, die zum Leben notwendige Nahrung, mussten in Ägypten entbehrt werden. Geeignet sind Feldsalat, Kresse oder Petersilie.

 

·       Bitterkräuter: Sie versinnbildlichen die Bitterkeit des Lebens im Land der Knechtschaft (Ex 1,13; 12,8) Als Bitterkräuter eignen sich Radieschen, Chicorée oder Meerrettichwurzel.

 

·       Fruchtmus: Der ziegelfarbige Brei aus Früchten (hebräisch Charoseth genannt) deutet die Sklavenarbeit an, die in Ägypten getan werden musste: Ziegel brennen zum Bau der Pyramiden. Zubereitung des Fruchtmus: Man dreht Äpfel, Rosinen, Datteln, Feigen und  Mandeln durch den Fleischwolf und gibt Zimt und Rotwein dazu.

 

·       Ungesäuertes Brot (Matzen): Wegzehrung, Zeichen des Ausbruchs aus der Gefangenschaft. Brot teilen heißt Leben teilen.

 

·       Roter Wein: Er sieht aus wie Blut und ist somit Symbol des Lebens. Wein als Opfergabe darbringen bedeutet, symbolisch sein Leben hinzugeben. Wein spendet Leben, Lebensfreude. Beim Passahmahl soll der rote Wein an das Blut der Opfertiere erinnern, das bei der Feier des Bundesschlusses vom Sinai versprengt wurde mit den Worten: "Das ist das Blut des Bundes, den Jahwe mit euch geschlossen hat. " (Ex 24,1 - 8). Die Einsetzungsworte Jesu Christi bei der Abendmahlsfeier nehmen darauf Bezug: "Das ist mein Blut..." (Mk 14,23).

 

·       Das Lamm: Opfertier der Hirten, der Sündenbock, Jesus, unser Osterlamm. Die Juden essen beim Passah kein Lammfleisch mehr (siehe oben, Einführung). Wir können es dennoch tun, weil wir eine Rekonstruktion des Ostermahles aus der Zeit Christi"spielen". Man kann aber aus Pietät das Lammfleisch weglassen, sollte dies aber dann auch begründen. Schweinefleisch wäre sicher die falsche Alternative.

 

·       Becher des Melchisedek: Zum Schluss des Passahmahles wird der "Becher des Melchisedek" getrunken. Melchisedek (hebräisch: König der Gerechtigkeit) war Priesterkönig von Salem, dem späteren Jerusalem. Er gilt als König des Friedens und ist der Typus des messianischen Priester- und Königtums (= Christus, vgl. Hebr 7).

 

Ziel

 

Durch das Nachvollziehen der traditionellen jüdischen Passah-Feier wird den Teilnehmenden ein wesentlicher Bestandteil jüdischer Religionsausübung nahegebracht. Zugleich ist diese Feier Besinnung auf die eigenen Wurzeln, da auch Jesus als Jude in dieser Tradition stand. Außerdem ist das jüdische Festmahl, das Jesus mit seinen Freunden feierte, das Vorbild der Eucharistiefeier und Abendmahlsfeier. Schließlich kann anhand dieser aus der Tradition heraus sehr stark und klar strukturierten Feier einiges über die Grundstrukturen des Feierns an sich verdeutlicht werden.

 

Vorbereitung

 

Die Teilnehmer nehmen Platz an der Außenseite der Tische, die im Karree aufgestellt und mit weißen Tischtüchern gedeckt sind. An der offenen Seite des Karrees befindet sich ein eigener kleiner Tisch für den Zeremoniar, ebenfalls weiß gedeckt.

 

Der Hausvater (Gastgeber, Kaplan ...) nimmt in der Mitte der geschlossenen Seite Platz, links neben ihm die Hausmutter. Auf den letzten Platz der rechten Tischseite setzt sich der Jüngste der Tischgesellschaft. Auf dem Tisch steht vor dem Hausvater ein Leuchter mit einer Kerze, über den Tisch verteilt sind einige siebenarmige Leuchter mit Kerzen; auch auf dem Tisch des Zeremoniars steht ein Leuchter mit einer Kerze.

 

Auf dem Tischchen des Zeremoniars stehen eine Schale mit Matzen, bedeckt von einer Serviette, zwei Karaffen, eine mit Wein und eine mit Wasser gefüllt, sowie zwei Handtücher. Weiter das Buch Exodus und das Lukasevangelium, außerdem eine Schale für die Händewaschung.

 

Am Eingang des Saales müssen eine Karaffe und eine Waschschüssel sowie zwei Handtücher bereitstehen. Das Lamm bleibt in der Küche, bis es vom Zeremoniar geholt wird. Es kann am besten eine Keule mit Knochen sein, groß genug, dass für jeden Gast leicht eine Portion abzuschneiden ist. Es soll nicht schon vorher aufgeteilt sein.

 

Außerdem muss ein Blatt für die Teilnehmer vorbereitet sein, das den Ablauf der Feier und die von allen zu sprechenden Gebete enthält; ferner ein Blatt mit Liedern und Psalmen, am besten hat man aber beides zusammen in einem Heft.

 

Für den Ablauf des Mahles ist es gut, wenn jemand, z.B. der Hausvater, zusätzlich zur wörtlichen Anleitung, mit eigenen Worten eine Einführung gibt und während der Feier die symbolischen Handlungen erklärt.

 

Die Rollen beim Passah-Mahl müssen vorher verteilt werden. Insofern es sich dabei um auf die jeweiligen Geschlechter festgelegte Rollen handelt, sollten diese aus Respekt vor dem Judentum nicht einfach ausgetauscht werden. Es sollte also z. B. keine Frau die Rolle des Hausvaters übernehmen etc.

Material

Speisen und Ausstattungsgegenstände, siehe Vorbereitung

 

Es wird mit den Händen gegessen.