Anregungen zum Gebrauch des Buches

Für den einzelnen Leser.

Natürlich läßt sich in dem Buch einfach mal blättern oder etwas nachschlagen.

Zum weiterführenden Nachdenken hilft u.a.:

Auf diese Weise werden die Texte und Formulierungen als Vorlagen und Versuche verwendet, die gerade auch dann zur K1ärung helfen können, wenn der Leser mit einzelnen Aussagen nicht übereinstimmt oder etwas Bestimmtes vermißt.

Wer das so empfindet, kann selbst entsprechend den Fragen im Vorwort formulieren, was nach seiner/ihrer Meinung zu einem bestimmten Stichwort (oder einem Abschnitt bzw. Satz darin) zu sagen wäre. Es kommt dabei überhaupt nicht auf abgerundete Sätze oder druckfertige Formulierungen an, sondern auf die Klärung und Feststellung der eigenen Auffassung.

Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache. daß wir von einer aktiven Beschäftigung mit einer Sache am meisten Gewinn haben. Wer zu den Texten. die ihn interessieren, auch eigene Formulierungsversuche gemacht hat, wird nicht nur besser mit anderen über das Thema reden können. sondern auch mehr Interesse und Auffassungsgabe für alles haben, was sie/er dazu bei anderen Gelegenheiten hören, lesen oder sehen kann.

 

Für mehrere Leser, Familien, Gruppen, Klassen:

Für die Verwendung der Texte in diesem Buch haben sich bei systematischer Erprobung eine Vielzahl von Möglichkeiten und Methoden ergeben. Manche Gruppenleiter (oder die Gruppen selbst) haben einen Methodenvorschlag je nach Situation und Teilnehmerkreis verändert oder ihn als Anregung aufgefaßt, ihre eigene Gesprächsund Arbeitsform zu finden.

Zwar besteht die Schwierigkeit, daß Jugendliche ablehnend auf Texte reagieren, weil sie davon unangenehm an Schule erinnert werden oder sich eingeengt fühlen. Aber man kann es auch anders machen:

Des öfteren haben wir zum Beispiel die Texte satzoder abschnittweise auf kleine Kärtchen (im Format 4x6 cm) geschrieben und jedem (oder jeweils zwei oder drei Teilnehmern) ein Päckchen davon mit der Bitte gegeben, jeweils eine Karte herauszusuchen, die sie wichtig oder gut finden, und eine andere, die sie ablehnen oder über die sie diskutieren möchten. Wenn das dann im Kreis abgefragt wird, ist schnell ein schönes Gespräch im Gang, weil die Aussagen meist ganz unterschiedlich bewertet werden. Ein Pfarrer, Lehrer oder Mitarbeiter kann sich dabei weitgehend zurückhalten. Das läuft dann ganz von selbst. Für diese Methode eignen sich insbesondere Texte mit.

Zu vielen Einzel- und Gruppengesprächen kann das Buch mit einem Hinweis auf einen bestimmten Text auch nachträglich zum Lesen angeboten werden, um sie zu vertiefen oder weiterzuführen.

Natürlich ist es leichter. unverbindlich über irgend etwas zu diskutieren; aber oft ist man danach recht unzufrieden. Manche Jugendliche und Erwachsene lassen sich gerne dazu anregen, gemeinsam und mit etwas Hilfe zu einem Ergebnis zu gelangen, etwa mit der Aufforderung, auf einem Blatt das Wichtigste an Information und ihre eigene Meinung zu einem Diskussionspunkt oder einem Stichwort des Glaubens aufzuschreiben. Dazu können sie zunächst einmal Einfälle und Material sammeln. Was dann aufgeschrieben wird. braucht keineswegs druckreif formuliert oder richtig und schön geschrieben zu sein. Es kann auch mündlich vorgetragen werden.

Das Vorlesen oder die Eingabe eines entsprechenden Textes aus diesem Buch führt dann oft dazu, die eigenen Ergebnisse und Formulierungen damit zu vergleichen, noch einmal zu überprüfen. Die so entstandenen Texte können von der Gruppe oder von einzelnen Teilnehmern weiter verwendet werden. So ging z.B. eine Jugendgruppe mit ihrem zum Stichwort "Sünde" formulierten Text in einen Seniorenkreis. Es kam zu einem lebhaften Austausch zwischen den Generationen. Die Jugendgruppe hat den eigenen Text daraufhin noch einmal überarbeitet. Auch in manchen Familien, zwischen Geschwistern und in Mitarbeiterkreisen gab es auf der Grundlage solcher Texte lebhafte und fruchtbare Diskussionen.

Eine Kindergottesdienst-Helfergruppe hat einen von ihnen mit Hilfe einer Vorlage formulierten Text zu "Kind" und "Kindergottesdienst" im Gemeindeblatt veröffentlicht, um für den Kindergottesdienst zu werben und darüber zu informieren, wie sie ihre Arbeit auffassen. Daraus ergab sich manches Gespräch über die Bedeutung und Gestaltung des Kindergottesdienstes.

Die Auswahl eines Stichwortes anstatt eines Themas hat den Vorteil, daß Gespräche offener sind und nicht schon in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Wenn wir dazu eine Pantomime (etwa zum Thema "Abhängigkeit"), ein Rollenspiel (z.B. eine Gerichtsverhandlung zum Stichwort "Schuld"), eine Fallbesprechung gemacht oder etwas gemalt haben, konnten die Teilnehmer ihre eigenen Erfahrungen und Fragen dazu einbringen. Dann hat es oft noch weitergeholfen oder das Ergebnis bestätigt, wenn ein kurz und verständlich formulierter Text ein oder mitgegeben wurde.

Für andere Gelegenheiten

Solche Texte können auch als Beilage zu Briefen, Festtagsgrüßen oder Geschenken verwendet werden. Dann muß man sich nicht nur auf die üblichen Formeln beschränken. Erfahrungen bei der methodischen Verwendung der Texte:
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